Handchirurgie

Die komplizierten Strukturen der Hand (Nerven, Sehnen, Gefäße, Gelenke, etc.) verlangen entsprechendes Fachwissen und operatives Können im Bereich der Handchirurgie. Eingriffe sollten daher nur von einem Spezialisten durchgeführt werden, denn die Hand ist als Greif- und Kommunikationsorgan von enormer Bedeutung für den Menschen. Erkrankungen, degenerative Veränderungen, Verletzungen und deren Folgen, können zu starken Einschränkungen im alltäglichen Leben führen. Deshalb ist auch die fachgerechte Nachbetreuung und Nachbehandlung unter Einbeziehung von Krankengymnasten und Ergotherapeuten so wichtig, damit die Funktionalität nach Möglichkeiten vollumfänglich wieder hergestellt werden kann.

Häufige Erkrankungen betreffen die Sehnen der Finger in Form von Sehnenscheidenentzündungen, Sehnenscheidenverengungen (z. B Schnappfinger) oder Zysten (Ganglion). Die Gelenke der Finger und des Handgelenks sind ebenfalls, vor allem im höheren Lebensalter, von Verschleißerscheinungen (Arthrose) befallen. Nerveneinengungen am Handgelenk (z. B. das Karpaltunnelsyndrom) machen sich durch Taubheitsgefühl oder Schmerzen und Kraftlosigkeit bemerkbar. Das Ausmass dieser Veränderungen muss vor einer möglichen Operation von einem Neurologen durch eine spezielle Untersuchung bestätigt werden.

Daneben gibt es eine weitere, vor allem Männer betreffende, Krankheit die zu starken Einschränkungen der Handfunktion führen kann. Der Morbus Dupuytren ist eine gutartige Wucherung von speziellem Gewebe unter Haut der Innenhandfläche und der Finger. Die Stränge fühlen sich an wie Sehnen und verlaufen auch so, haben aber eigentlich nichts mit den Sehnen zu tun. Da die Fasern auch die kleinen Blutgefäße und Nerven umwachsen, muss bei der Entfernung sehr vorsichtig und schonend operiert werden, dass keine wichtigen Strukturen der Hand verletzt werden. Gerade bei dieser Erkrankung ist auch die fachgerechte Nachbetreuung und Nachbehandlung unter Einbeziehung von Krankengymnasten und Ergotherapeuten extrem wichtig, damit die Funktionalität der Hand möglichst vollständig wiederhergestellt werden kann.